Der Papst und Mutter Teresa
Papst Johannes Paul II. hat am 19.Oktober 2004 Mutter Teresa von Kalkutta selig gesprochen. Er gedachte der Friedensnobelpreis- trägerin vorher in einer großen Audienz.
Anwesend waren rund 5.000 „Schwestern der Nächstenliebe“ des von Mutter Teresa gegründeten weltweiten Ordens mit dem großen Ziel, den Ärmsten der Armen zu helfen. Der Papst rief bei dieser Gelegenheit den Orden, aber auch alle kinderlosen Familien in der Welt auf, Kinder zu adoptieren.
Eindringlich appellierte er, Mutter Teresas Werk für Adoptionen weiter zu führen. Er erinnerte daran, dass Mutter Teresa schwangeren Müttern in Schwierigkeiten immer geraten habe: "Treibt eure Kinder nicht ab, bringt sie auf die Welt, und wenn ihr sie dann immer noch nicht behalten wollt, bringt sie zu mir." Johannes Paul II. bezeichnete jede Adoption als "ein großes Werk der Nächstenliebe". Diesem Werk verpflichtet fühlt sich in Deutschland seit bald 25 Jahren der Verein "pro infante: action kind in not e.v.", seine Gründerin, Carla Wiedeking und mit ihr die Eltern von ca. 2000 Kindern, die in Deutschland eine neue Lebenschance erhalten haben.
Verbindung zwischen pro infante und den Mutter-Teresa-Schwestern
Seit 40 Jahren gibt es eine enge Verbindung zwischen pro infante und den Mutter-Teresa-Schwestern. In diesen Jahren entstand auch eine Freundschaft zwischen Mutter Teresa und Carla Wiedeking, die lange Jahre ihre Repräsentantin in Deutschland war. Mutter Teresa war gern bereit, pro infante Kinder aus ihren Waisenhäusern in Indien zur Adoptionsvermittlung anzuvertrauen.
Mutter Teresa gründete 1946 den Orden der "Missionaries of Charity". In Kalkutta begann der selbstlose Dienst an den Ärmsten der Armen, an Kranken, Sterbenden, Waisenkindern. "Kinder sind ein Geschenk Gottes", sagt sie, und "Abtreibung ist Mord". Da kennt Mutter Teresa keine Kompromisse. Ihr Werk lebt auch nach ihrem Tod 1997 fort. Inzwischen gibt es 710 Häuser mit 4.450 Schwestern des Ordens in 132 Ländern. Mehrere hunderttausend Arme werden von den rund 4.600 Schwestern in ihrer blau-weißen Ordenstracht weltweit versorgt. Was macht diese Frauen, die sich einer ungeheuer strengen Ordensregel unterziehen, so offensichtlich glücklich? Woher nehmen sie ihre Kraft und ihr Gottvertrauen? Warum sind gerade die Teresa-Schwestern faszinierende Vorbilder? Lesen Sie die Reportage aus einem Waisenhaus in Indien, entnommen dem im Pattloch-Verlag erschienenen Bildband von Toni Goertz, Ingelore Haep und Heinz Melters.
Adoption statt Abtreibung: Wie Mutter Teresa es sieht
"Wenn Sie ein Kind haben, das Sie nicht wollen oder nicht ernähren oder nicht erziehen können, geben Sie es mir."
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Fotos mit freundlicher Genehmigung des Pattloch-Verlages. Entnommen aus dem Buch "Danke Mutter Teresa" ISBN 3-629-00095-9
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